XENA - THERAPIEBEGLEITHUND IN AUSBILDUNG

Wer Xena begegnet, erlebt eine freundliche, ausgeglichene und menschenbezogene Hündin. Viele Menschen lächeln, wenn sie auf sie trifft. Manche suchen sofort den Kontakt, andere sind zunächst überrascht. Nicht wegen ihres Verhaltens – sondern wegen ihrer Rasse.
Xena ist eine American Staffordshire Terrier Hündin, geboren am 25. November 2019. Mit 13 Wochen zog sie bei uns ein und begleitet seitdem unsere Familie durch den Alltag. Gemeinsam mit meinen beiden Töchtern ist sie aufgewachsen und hat sich zu einer ruhigen, verlässlichen und liebevollen Begleiterin entwickelt.
Seit Ende März 2026 absolvieren wir gemeinsam die Ausbildung zum Therapiebegleithunde-Team bei „Therapiebegleithunde im Weinviertel“. Die Abschlussprüfung ist für Oktober 2026 geplant. Unser Ziel ist es, zukünftig Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen durch tiergestützte Begegnungen zu begleiten und zu unterstützen.
Doch diese Ausbildung bedeutet für mich weit mehr als einen zusätzlichen fachlichen Schwerpunkt. Sie ist auch eine Herzensangelegenheit.
Warum Therapiebegleithund?
Hunde besitzen eine besondere Fähigkeit: Sie begegnen Menschen ohne Vorurteile.
Sie interessieren sich nicht für Herkunft, Alter, Einschränkungen oder persönliche Lebensgeschichten. Sie nehmen Menschen so an, wie sie sind. Genau diese Eigenschaft kann Türen öffnen, Vertrauen schaffen und Momente ermöglichen, die oft lange in Erinnerung bleiben.
Deshalb möchten Xena und ich künftig Menschen in Schulen, Kindergärten, Einrichtungen für Menschen mit Behinderung, Krankenhäusern, Hospizen und anderen sozialen Einrichtungen begleiten.
Ein Hund kann kein Problem lösen und keine Therapie ersetzen. Aber manchmal reicht seine Anwesenheit aus, um ein Lächeln hervorzurufen, Ängste zu reduzieren, Gespräche anzustoßen oder einfach einen schönen Moment zu schenken.
Warum gerade ein American Staffordshire Terrier?
Diese Frage wird mir immer wieder gestellt.
Viele Menschen verbinden den American Staffordshire Terrier noch immer mit Vorurteilen. Oft entstehen diese durch Schlagzeilen, Halbwissen oder das äußere Erscheinungsbild der Hunde. Leider führt das dazu, dass viele Vertreter dieser Rasse beurteilt werden, bevor man sie überhaupt kennengelernt hat.
Genau deshalb ist Xena für mich etwas ganz Besonderes.
Jeden Tag zeigt sie mir und vielen anderen Menschen, wie falsch diese Vorurteile sein können. Sie liebt den Kontakt zu Menschen, begegnet Fremden offen und freundlich und besitzt eine bemerkenswerte Ruhe und Gelassenheit. Wer sie erlebt, erkennt schnell, dass Charakter nicht an einer Rasse festgemacht werden kann.
Mit unserer Ausbildung möchten wir nicht nur Menschen unterstützen, sondern auch einen kleinen Beitrag dazu leisten, bestehende Vorurteile abzubauen.
Denn ein Hund wird nicht durch seine Rasse definiert.
Er wird durch seine Erfahrungen geprägt, durch seine Erziehung begleitet und durch die Menschen geformt, die Verantwortung für ihn übernehmen.
Xena ist für mich der lebende Beweis dafür, dass hinter vielen Vorurteilen wundervolle Hunde stehen.
Gemeinsam lernen und wachsen
Die Ausbildung zum Therapiebegleithunde-Team stellt sowohl an den Hund als auch an den Menschen hohe Anforderungen.
Neben theoretischen Inhalten werden zahlreiche praktische Fähigkeiten trainiert. Der Hund muss unterschiedliche Umgebungen kennenlernen, verschiedene Situationen souverän meistern und sich auch in ungewohnten Momenten sicher und kontrolliert verhalten.
Gleichzeitig lernt der Hundeführer, die Bedürfnisse seines Hundes richtig einzuschätzen, Belastungsgrenzen zu erkennen und Einsätze professionell zu gestalten.
Diese gemeinsame Entwicklung macht die Ausbildung für uns so wertvoll. Wir lernen miteinander, wachsen an neuen Herausforderungen und sammeln Erfahrungen, die uns als Team stärken.
Mehr als nur ein Hund
Für viele Menschen ist ein Hund ein treuer Begleiter.
Für mich ist Xena darüber hinaus Botschafterin einer oft missverstandenen Rasse, Familienmitglied, Ausbildungs- und Trainingspartnerin und vielleicht schon bald ein zertifizierter Therapiebegleithund.
Ich freue mich darauf, diesen Weg gemeinsam mit ihr zu gehen und auf dieser Seite regelmäßig Einblicke in unsere Ausbildung und unsere Erfahrungen zu geben.
Vielleicht können wir damit nicht nur Menschen unterstützen, sondern auch dazu beitragen, den Blick auf eine wundervolle Hunderasse ein kleines Stück zu verändern.
Denn Vorurteile verschwinden nicht durch Diskussionen.
Sie verschwinden durch Begegnungen.
Und genau dafür steht Xena.

